Blog-Artikel - am 06.08.2013 von Herwig Bosch

Kochklub

Nicht nur drucken die Schölers wie die Weltmeister, ebenso können sie auch kochen.

Zutaten für 3-4 Personen

Kürbissoße:
Topfboden bedeckt mit (Oliven)öl
1 Zwiebel
nach Belieben Knoblauch
500 g Kürbisfleisch
1 Dose Tomate, gestückelt
1 Schuss Wein oder etwas Wasser
einige Kräuter (Tymian, Rosmarin, Oregano, Basilikum, Salbei, Zitronenschale)
Salz und Pfeffer

Bechamel:
100 g Butter
100 g Mehl
750 ml Milch
nach Geschmack Muskat

sonstiges:
Lasagneplatten
100 g geriebenen Parmesan
Mozarella

Achtung: Dieses Rezept soll sich als Anregung verstehen. Es soll den Spaß und die Lust am Kochen vermitteln. Persönlich macht es mir immer Freude kleine Änderungen zu probieren, Reste aus dem Kühlschrank ins Rezept einfließen zu lassen oder nur im Voraus einen Grundgedanken zu haben, einen Anhaltspunkt für die Zutaten und den Rest frei zu improvisieren. Pedanten werden schon am ersten Satz scheitern und sich mit der Frage beschäftigen, "Wie klein schneide ich Zwiebeln" oder "Wann sind die Zwiebeln Glasig?". So koche ich nicht. Die Bewegungen und Abläufe inder Küche sollten fliessend sein, keine Mühe bereiten und leicht von der Hand gehen. Alles gezwungene, schwere und hinderliche verdirbt den Spaß am Kochen und im Nachhinein den Geschmack. Meine Meinung. Also viel Spaß beim Nachkochen, den Mut zum kreativen Ändern und dann vor allem guten Appetit...

wünscht
ein Schöler

Die Zwiebel schälen, klein schneiden oder und im Ölivenöl glasig anbraten. Den gehackten oder gepreßten Knoblauch mit den Kräutern dazugeben, und wenn die ganze Küche danach duftet, den Kürbis grob geraspeln kurz mitanbraten und mit Wein oder Wasser ablöschen. (Der Knoblauch darf beim Anbraten niemals braun werden, sonst wird nämlich alles bitter!). Jetzt kommen noch die Tomaten dazu, ich würde das ganze mindestens 10 Minuten köcheln lassen, je länger desto besser. Die Soße sollte genug Flüssigkeit haben, damit die Lasagneplatten weich werden.
Inzwischen die Bechamelsauce machen. Die Butter in einem anderen Topf bei geringer Temperatur schmelzen, Mehl dazu, daß es ein schöner Klumpen wird. Dann mit Milch aufgießen und kurz zum kochen bringen. Mit einem Schneebesen sollte man hier alle Klumpen zu einer sämigen Soße aufschlagen. Sobald es kocht, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Mit wenig Salz und viel Muskat abschmecken. Die Masse sollte eine breiähnliche Konsistenz haben, wenn sie zu zäh ist ein bisschen ;Milch dazu, ist sie zu flüssig kann man mit Mehl bestäuben und durch rühren die gute Viskosität erreichen. Zwischendurch mal wieder die Kürbissoße umrühren, eventuell Flüssigkeit dazugeben.

Wenn beide Soßen fertig sind (bitte beide abschmecken,sie sollten jede für sich schon lecker schmecken und genug Salz beinhalten), nimmt man die Auflaufform und die Lasagneplatten zur Hand. Ich persönlich mache meine Platten frisch aus Mehl, Wasser und Ei aber fertige Lasagneplatten sparen eine Menge Zeit. In diesem Fall würde ich sie nicht vorkochen. Spätestens jetzt würde ich den Ofen anschalten und auf 250 Grad vorheizen, Umluft wäre mein Favorit.

Dann schreiten wir zur Tat, wir beginnen mit einer Soßenschicht! Entweder Kürbis oder Bechamel oder beides, hauptsache der Boden ist vollständig bedeckt. Jetzt kommt die erste Lage Nudeln. Es ist ganz egal, ob die Platten aufeinander liegen oder gebrochen werden oder mit dem Messer geschnitten sind(bei runden Formen für die Ecken). Später sieht man sowieso nicht mehr hinein. Auf die Nudelplatten kommt wieder eine Schicht Kürbis, mit dem Löffel grob verteilen und darauf eine Schicht Bechamel, am besten mit dem Teigschaber glatt abziehen und darauf achten, daß die Soßen bis zum Rand abschließen. Wenn die Teigplatten beim Backen nicht mit Flüssigkeit bedeckt sind, dann werden sie trocken und hart. Auf die Bechamel streuen wir locker jeweils einzwei handvoll geriebenen Parmesan, daß sollte genügen. Jetzt wechseln sich die Nudelplatten und die Kürbis/Bechamelsoße mit obenauf Käse ab, je nach Höhe der Form und Menge der Zutaten.
Die letzte Schicht wird Bechamelsoße sein. Darum muß man darauf achten, daß man für die letzte Lage genug übrig hat, daß man einen guten Abschluß bekommt, der bis zum Rand alles verdeckt! Wer möchte, kann Mozarella oben auf in Scheiben legen zum Überbacken.

In den Ofen damit, diesen runterschalten auf 220 Grad, ca.30 bis 40 Minuten backen. Je nach Höhe für flache Formen eher 30 minuten, hohe Formen eher 40 Minuten. Zum Schluß noch 5 Minuten den Grill an, damit der Käse schön braun wird.
Am allerbesten schmeckt die Lasagne direkt "al Frono" AUS DEM OFEN, ABER bitte nicht den Gaumen verbrennen. Lieber auf die Teller anrichten und 5 Minuten abkühlen lassen, denn der Käse ist tückisch und mit verbranntem Mund schmeckt man garnix mehr.

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